Tesla: Ein E-Auto macht Geschichte

Tesla: Wie die Amerikaner heute schon bessere E-Autos bauen als die Erfinder des Automobils.

Leistungsstarke Elektroautos von Tesla oder Faraday Future werden als die Zukunft der Mobilität gefeiert. Für den Massenmarkt sind sie jedoch ungeeignet, und sogar Umweltschützern ein Dorn im Auge. Tesla hat mit dem Model 3 getauften neuen Auto das erste Elektroauto für den Massenmarkt im Jahr 2016 vorgestellt. 35.000 US-Dollar hat das Auto zum Start gekostet, umgerechnet also in etwa 31.000 Euro.

„Für die zukünftigen Gewinne der Branche Elektromobilität, Deutschland fährt weiter hinterher. Das schwache Abschneiden der deutschen Autobauer bei Elektroautos ein hohes Risiko dar“, warnt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. „Strafzahlungen in der EU, schlechtes Image wegen CO2-Verfehlungen sowie Strafzahlungen und Gegenwind in China, dem wichtigsten Markt der Welt, könnten die Konsequenzen sein.“

Ein großes Aufbäumen seitens der Industrie ist derzeit nicht zu erkennen. Werbung für aktuelle Modelle – eigentlich ein klassisches Mittel zum Ankurbeln des Absatzes – findet nicht statt. Gerade einmal drei Elektroautomodelle wurden dieses Jahr überhaupt beworben, wie die Beratungsagentur Ebiquity ermittelt hat: BMW i3, Nissan Leaf und Renault Zoe. Nur BMW hat die Werbung nach der Einführung der Kaufprämie intensiviert. Die anderen beiden Hersteller kappten ihre Ausgaben.

Mit 24.500 Einheiten waren die Auslieferungen in Q3 um etwa 40 % höher als in jedem anderen Quartal, 70 % höher als im vorhergehenden und unglaubliche 111 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Noch bemerkenswerter ist aber, dass die Wachstumsraten auch immer höher werden. Je größer Tesla wird, desto schneller wächst das Unternehmen.

Mit einem guten Q3 im Rücken wächst Tesla nicht nur schenll, sondern immer schneller. Sehen wir uns die Wachstumsraten in den letzten 12 Monaten an. Das ist vielleicht das beste Maß für das Wachstum des Autobauers.

 

Video Zeitflex.de – Justracer

 

Die Tesla-Aktie hatte bereits im Verlauf der vergangenen Wochen kräftig zugelegt. In der Folge liess der Elektoauto-Bauer das Traditionsunternehmen Ford 11.59 -0.43% hinter sich (Marktkapitalisierung von rund 45 Mrd. $). Anleger setzen darauf, dass Konzernchef Elon Musk die Weichen für eine Revolution im Automobil- und Energiesektor mitstellt. Am Montag kletterte das Papier nach einer Analysten-Empfehlung abermals um mehr als 3% auf einen Rekordschlussstand von 312,39 $.

Doch beim Börsenwert kann einiges an Hoffnung eingepreist sein. Tesla verkaufte im letzten Jahr gerade 76’000 Fahrzeuge, während GM rund 10 Mio. und Ford 6,6 Mio. Autos absetzten. Zudem ist die Bilanz von Tesla belastet, hat das Unternehmen doch bisher erst zwei Quartale im Plus abschliessen können.

Insgesamt verließen 24’500 Autos im Jahr 2016 die Werke, das ist ein Anstieg um 70 Prozent, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte.

Damit kommt der Autobauer seinem Ziel von 50’000 Fahrzeugen in der zweiten Jahreshälfte näher. Die Geschäftszahlen für das Sommerquartal will der Konzern im November vorlegen.

Zuletzt hatte Tesla mit Problemen bei der Produktion zu kämpfen, in den ersten beiden Quartalen wurden jeweils weniger Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert als geplant.

Tesla-Chef Elon Musk hat seinem Unternehmen einen ambitionierten Plan vorgegeben. Binnen drei Jahren soll die Produktion von Elektroautos verzehnfacht werden.

Erst kürzlich legte Musk den Grundstein für eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik im Bundesstaat Nevada. Zugleich treibt er mit dem Übernahmeangebot für den Solaranlagen-Hersteller SolarCity (SolarCity 0 0%) seine Pläne voran, umwelt- und energiebewussten Verbrauchern künftig verschiedenste Produkte unter einer Marke anzubieten.

Bisher aber sind E-Autos in Deutschland vor allem eins: Ladenhüter. Erst recht gilt dies bei Privatkunden. Denn fast die Hälfte der Anträge auf eine Prämie entfiel auf Unternehmen. Auch bei den Pkw-Neuzulassungen sieht es nicht besser aus. Nur knapp 10 000 reine E-Autos kamen laut KBA im vergangenen Jahr bis Ende November dazu, bei insgesamt rund 3,1 Millionen Neuwagen.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bei der Elektromobilität weit hinterher, obwohl wir aber als der Erfinder des Automobil zählen. Die E-Auto Entwicklung wird derzeit vor allem von China getrieben, wie aus einer Studie des Brancheninstituts CAM in Bergisch Gladbach hervorgeht. Vorreiter in Europa ist Norwegen. Inzwischen sind dort mehr als 100 000 reine Elektroautos auf den Straßen unterwegs, der Marktanteil bei Neuwagen liegt bei fast 30 Prozent. Die Anschaffung von E-Autos wird bereits seit Jahren massiv gefördert, es gibt viele Ladestationen, aber die Deutsche Industrie schläft, vor allem aber, weil man die Verkaufszahlen mit Benzinern noch immer erhören kann.

E-Lade Infrasutktur in Deutschland

In Deutschland kommt der Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur an öffentlichen Ladestationen voran, aber nur langsam. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sieht bis zum Jahr 2020 einen Bedarf an 70 000 öffentlichen Ladepunkten zur Normalladung und 7100 Schnellladepunkten: „Davon sind wir noch weit entfernt.“ Zur Jahresmitte zählte der Verband bundesweit gerade einmal rund 6500 Ladepunkte, darunter 230 Schnellladepunkte.

Der Bundesverband eMobilität kritisiert, bisher gebe es beim Aufbau der Ladeinfrastruktur „Insellösungen“, die häufig nicht miteinander vereinbar seien. „Um als Elektroautofahrer beispielsweise in Berlin im gesamten Stadtgebiet laden zu können, benötigt man mindestens fünf verschiedene Ladekarten von unterschiedlichen Anbietern“, sagt eine Sprecherin. „Benutzerfreundlich ist das nicht.“

Die Benutzer, sprich: die Autofahrer, greifen derzeit auch deswegen nicht zu, weil E-Autos trotz Prämie immer noch vergleichsweise teuer sind. Dazu kommt das Problem der geringeren Reichweite – auch wenn die Hersteller hier bald Besserung versprechen, vor allem Deutsche Hersteller haben hier mit der Reichweite ein Problem.

Der Schauraum, Tesla preschte voran

Tesla betreibt eigene Schauräume und Läden . In Europa sind es rundselbst hundert (2016), es sollen weitere folgen. Auch die rund fünfzig Servicestationen (2016) sollen weiter ausgebaut werden. Alle 20.000 km, oder nach einem Jahr, kann ein Service-Check durchgeführt werden, bei dem mobile „Service-Teams“ Kunden außerhalb der regionalen Verkaufsräume und Werkstätten besuchen. Ein Vorteil des Elektrofahrzeugs ist der geringe Wartungsbedarf. Batteriepakete werden nach sieben bis zehn Jahren oder 160.000 km ersetzt. Zudem sind wenige Verschleißteile eingebaut. Teslas mobiler Kundendienst bietet die Wartung und Softwareaktualisierungen an. Letztere benötigen keinen Werkstattbesuch. Tesla Werksgarantie gilt auch, wenn man die vorgeschlagenen „Service-Checks“ nicht wahrnimmt.

Im April 2011 stellte Tesla ein neues Verkaufskonzept in Santa Monica vor. Das Design-Studio ermöglicht dem Kunden, seinen Roadster nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, sich das Endprodukt anzusehen und sich mit anderen Kunden auszutauschen.

 

Roadster Sport Model S 85 Model S P85 Model S P85D Model S P100D
Drehmoment 400 Nm/0–5.100 min−1 415 Nm/0–7.000 min−1 600 Nm/0–5.300 min−1 930Nm /0–5.300 min−1 967 Nm
Leistung 215 kW 270 kW 310 kW 515 kW 567 kW
Max. Geschwindigkeit 200 km/h 210 km/h 225 km/h 250 km/h 250 km/h
0–100 km/h 3,7 s 5,6 s 4,4 s 3,3 s[53] (3,0 s) 2,7 (2,4 s)
Reichweite (Herstellerangaben) 350 km 502 km 502 km 491 km 613 km

 

Tesla APP für Android und IOS

Jedes Model S und X hat standardmäßig ein fest verbautes UMTS/LTE Modem installiert. Die Verbindungskosten zu den Mobilfunkanbietern weltweit sind im Kaufpreis des Fahrzeuges enthalten. Durch Tesla wird eine Android- bzw. iOS-App zur Verfügung gestellt, die das Smartphone des Besitzers mit dem Auto verbindet. Folgende Funktionen können über die App in der Version 3.0 gesteuert werden.

  • Anzeige der
    • Innenraumtemperatur
    • Ladezustand der Batterie
    • Fahrzeugstandort
  • Aufsperren des Fahrzeuges
  • Freischalten (zum Losfahren)
  • Klimaanlage / Heizung einschalten und Temperatur einstellen
  • Fahrzeug hupen und blinken lassen
  • den Valet Modus einschalten (sperrt einige Funktionen im Fahrzeug, wenn man dieses verliehen hat).
  • Laden stoppen / starten

Tesla Turbine

 

 

Weblinks zu Tesla

 Commons: Tesla Inc. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

 

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